18.03.14 Letztes Highlight und Abflug

Dienstag, 18.03.2014
Heute morgen ärgerten wir uns nur kurz über unseren Motelbetreiber, der für die Aufbewahrung der Koffer einen weiteren Tag berechnen wollte (Wohlbemerkt: ein Einwanderer und kein Kiwi). Wir stellten dann aber erstaunt fest, dass alle Sachen in das Auto passten und starteten unsere Tour. Die Suche nach Juli's Mütze blieb leider erfolglos, aber dafür fanden wir nach nur wenigen Umwegen und ohne Navi den Auckland Zoo. Die Jungs genossen es sehr und wir nahmen uns wirklich Zeit für die Tiere, die es uns mit Aktivität belohnten. Wir sahen auch tief im Dunkeln des Raumes verborgen unseren vermutlich letzten Kiwi in Neuseeland und ließen unsere Jungs bzw. unsere Äffchen sich ordentlich kletternd bewegen, da für die kommenden ca. 30h dieses nicht möglich scheint. Nun hoffen wir, dass wir am Flughafen noch eine Dusche nehmen können, das Ein-Checken schnell geht und überhaupt mit einem Schnipps der vor uns liegende letzte Teil des Urlaubs möglichst schnell vergeht. Germany we are coming back!

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17.03.14 Tausend mal ist nichts passiert und es hat bumm gemacht

Montag, 17.03.2014
Gestern Abend gönnten Ines und ich uns für schlappe 20$ zwei kleine Cidre in der Oyster-Bar, nachdem wir die Jungs gebändigt und Ines bereits große Teile unseres Gepäcks verpackt hatte. Wir nutzten fast bis zur letzten Minute die Zeit zum Aus-Checken im Hotel und ließen die Jungs im Pool baden und das umfunktionierte Bett alias das Trampolin nutzen. Danach fuhren wir in die City, um noch mehr Andenken und Geschenke aus NZ zu besorgen. Vor der Abgabe des Campers wollten wir nur noch kurz in unser neues Motel einchecken und die Sachen ausladen, da erwischte ich in einer verdammt engen Rechtskurve beim Umkurven der Unterkunft und den Blick auf die in der schmalen Kurve am Rand parkenden Autos leider den Dachkasten und krrrrtsch - hatten wir einen Lackschaden. Ines meinte, dass konnte ich auch nicht sehen!!! Nur 10Min später waren wir bereits wie geplant bei Jucy, um den Wagen abzugeben. Wie ärgerlich, oder! Aber nicht in Neuseeland. Sie schauten sich zu Dritt den Kratzer an und meinten, dass Sie dafür eigentlich nichts berechnen müssten. Zudem gaben sie uns noch für den Ein-Tages-Leihwagen einen ordentlichen Rabatt. Sie füllten 1,5 Seiten Papier mehr oder weniger allein aus und ich musste eigentlich nur bestätigen, dass ich nicht betrunken gefahren bin und eine kleine Zeichnung vom Unfallhergehen malen. Ich liebe diese Unkompliziertheit und Gelassenheit, die ich spontan auch zurück gewann. Wir aßen im Butterflypark Eis und ließen die Jungs auf dem Spielplatz toben sowie über den Zaun hinweg in den Dinosaurierpark spieken. Damit fiel auch die Entscheidung zwischen diesem Park und dem morgigen Event: Auckland Zoo leicht und zugunsten des Letzteren. Gleich nach dem Baden im Motel-Pool geht es zu entfernten Verwandten, die in der Nähe des Stadtzentrums wohnen und noch einmal zurück zu Jucy, um Julians Mütze zu suchen.

Update: Das BBQ bei Gisela und Reinhard war sehr nett und wurde sogar von Jasper gelobt ("das hat viel mehr Spaß gemacht, als ich vorher dachte"). Sie zeigten sich als sehr gute, unterhaltsame und liebe Gastgeber mit netten Freunden. Besonders Ihr Haus mit dem irren Meerblick auf die vorgelagerten Inseln und Coramandel beeindruckte uns tief.

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16.03.14 Die letzte Regenwaldwanderung, Frieseur und ein bisschen Schummeln

Sonntag, 16.03.2014
Nach unserem selfmade Frühstück im Hotel fuhren wir zur Waitakere Ranges westlich von Auckland City. Hier findet man den für die Westküste so typischen, kalten Regenwald. Wir hielten im Visitorcenter und ließen uns dort zwei 1stündige Wanderungen in der Nähe von Piha empfehlen. Die erste Wanderung (Mercer Bay Loop Walk) führte uns an die rauhe Küste mit einem schönen Blick auf die Felsen, den schwarz-goldenen Strand und das weite Meer. Wir stoppten auch in der Surferstadt Piha, wo pünktlich das Wetter drehte und die Sonne sofort die Temperaturen am Strand nach oben trieb. Danach fuhren wir zum Kitekite Falls Track, denn es sollte schon mindestens ein Wasserfall sein, der den Abschluss der Wanderungen abrundete. Als Fazit fiel uns auf, dass die beiden Wanderungen und der kurze Strandbesuch ein tolle Kurz-Zusammenfassung unseres Neuseelandstrips darstellten. Die Jungs liefen begeistert mit und teils mit erstaunlichem Tempo vorneweg. Hart wurde es für Jasper erst, als er sich von seinem Wanderstock verabschiedete, den wir schon seit Wanaka hatten. Juli durfte gemeinsam mit Jasper die ganze Zeit vorn sitzen, was gemeinsam mit den Ersatzlenkrädern eine fahrverträgliche Sache zu sein schien. Auf dem Rückweg hielten wir bei einem Barbier, der mir und auch Jasper nach seinem (Ver-)Schnitt in Nelson, wieder ein menschliches Ansehen verlieh (Jasper: "meine Frisur ist hinten jetzt ganz, ganz beselig. Nah so wie ein Besen fasst es sich an"). Danach irrten wir auf schlechtbeschilderten Straßen umher, bevor wir unseren alten Campingplatz in Manukau wiederfanden. Hier hielten wir (etwas illegal), da wir den Zugangscode besitzen. Ziel jedoch war hier nur, Wäsche zu machen und unsere letzten Nudeln zu kochen. Der Abend im Hotel sollte wieder sportlich verlaufen und morgen heißt es weiter Abschied nehmen, dieses Mal von unserem "Wohnwägelchen".

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15.03.14 Zurück nach Auckland und Shoppen

Samstag, 15.03.2014
Der Sturm über der Nordinsel hatte heute seinen Höhepunkt und wir starteten von Te Puru mit einem etwas mulmigen Gefühl. Das Schaukeln im Camper war uns ja schon seit der ersten Fahrt aus Wellington bekannt. Am Ende war es allerdings weniger schlimm und wir erreichten unser "Grand Chancellor" Hotel schon vor 12 Uhr. Die Herausforderung für heute und morgen wird es sein, all die vielen kleinen verstauten Dinge, die über Wochen im Camper ihren Platz hatten, wieder zu finden und alles in unsere Koffer zu bringen. Wir ruhten kurz im schönen Hotelzimmer aus, inspizierten Pool, Sauna und Gym und mein Vorschlag, danach Shoppen zu gehen, fand vor allem bei Ines große Zustimmung. Wir müssen ja auch langsam an die Souvenireinkäufe denken, die ich bislang so erfolgreich verhindern konnte. Also fuhren wir zum "Dress Mart" einer Fress- und Outlet-Meile, in der wir zwar wenig erlebten aber dafür in kürzester Zeit so viel Geld ausgaben, wie lange nicht. Aber da auch für mich was dabei rumkam, hält sich der Schmerz in Grenzen :-) Heute Abend geht es ins Fitnessstudio und vielleicht an die Bar, wenn es die Jungs ohne uns im Zimmer aushalten, und morgen werden wir das letzte Mal den neuseeländischen Regenwald aufsuchen (Schnief!). Für Jasper war heute das indische Essen das Highlight ("Papa, das ist 30mal so lecker wie Süßigkeiten". Er hatte: Curry Chicken und Mangolassi. Daher stimmt seine Beschreibung sogar mit Bezug auf die Kilokalorien).

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14.03.14 Erst wurde es heiß und dann konnten wir in der "Cathedral Cove" beichten

Freitag, 14.03.2014
Wir fuhren heute morgen mit belegten Brötchen um 8 Uhr los, da wir weder den Stress des morgendlichen Frühstück-Antreibens wollten, noch, dass Juli bei den ersten Kurven gleich schlecht wird. Dadurch waren wir am Hot Water Beach auch schon vor 10 Uhr und fast die Ersten. 2h vor und nach der Tide kann man sich hier an einer Stelle vor den Felsen Löcher in den Sand graben und das aufsteigende heiße Wasser gemischt mit dem der kalten Wellen genießen. Ich buddelte wie verrückt, ohne dabei jedoch nur einen warmen Tropfen zu finden, während neben uns immer mehr Strandbesucher eintrafen und natürlich erfolgreich beim Graben waren. Zuletzt sind wir einfach den Bläschen im Sand ins Wasser gefolgt, die an kochendes Wasser erinnerten. Und tatsächlich: es war heiß, und zwar richtig!! Man konnte an einigen Stellen keine 2Sec aushalten und selbst wenn eine Welle kam, dauerte es lange, bevor ein Abkühlungseffekt einsetzte. Dass sich nach einigen Minuten mehr als hundert Leute dort stehend, liegend, badend vergnügten, störte weniger als ich erst dachte. Es war unterhaltsam und lud zu kleinen Smalltalks bei guter Stimmung ein. Der Himmel blieb heute weitgehend wolkig und so langsam machte sich auch der Sturm bemerkbar, dessen Zentrum heute Nacht in unsere Richtung aufziehen wird. Wir fuhren auf der Halbinsel Coromandel noch ein kleines Stückchen weiter nördlich nach Hahei und wanderten dort zu einem ausgespülten Felsen, der aufgrund seiner Form an eine "Cathedral" erinnert und ebenso auch heißt. Ihr könnt Euch die Begeisterung bei den Jungs für diese spontane Wanderung vorstellen! Auf der Rückfahrt hielten wir noch in einem Gartencenter an und machten danach noch ein paar Einkäufe, da unsere Alkoholreserven zur Neige gehen. Jetzt zurück im Holidaypark hopsen die Kinder gerade "Ka Mate" (d.h. "Das ist der Tod") rufend und Zunge-raus-streckend durch die Gegend, da wir auf Youtube zur Abwechslung mal wieder uns den Haka (Kriegstanz) der All Blacks anschauten (Der gefundene Ohrstecker wirkt hierbei allerdings deplatziert :-). Es ist echt erstaunlich welche Energie diese Aufnahmen bei allen freisetzen. Hier eine kleine Kostprobe: http://m.youtube.com/watch?v=UmPVoln22Cw.

@ Peter: Wäre das nicht etwas für Deine Handballjungs? Natürlich mit Trainerbeteiligung.

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13.03.14 Fahrt nach Coromandel - Te Puru

Donnerstag, 13.03.2014
Wir verließen heute entspannt North Land, nachdem wir mit offener Heckscheibe das Meer zu allen Tages- und Nachtzeiten bewundern konnten und durch einen wunderschönen Sonnenaufgang geweckt wurden. Die Jungs durften noch eine Weile auf den Spielplatz toben, da wir feststellten, dass ein wenig Pause Julian bei der Verdauung hilft, und dann ging es wieder über die pompöse Harbourbrigde in Auckland auf die andere Seite der Bucht. Die Fahrt verlief unproblematisch und begleitet durch viel Deutschrock und vier laut krackelende Mit-Sänger/innen. Auch das nehmen wir mal als Signal wahr, dass der Urlaub langsam ausschleicht. Wir sind heute wieder auf einem Campingplatz, ließen aber den Wagen vor unserem "Charlet" stehen und freuen uns über eigene Küche und privates Bad so sehr, dass wir gleich bis zum Ende des Urlaubs nun auf das Schlafen im Camper verzichten werden. Nach einem leckeren Kaffeetrinken mit Schokokuchen und Cappuccino verriet ich den Jungs, dass wir nun noch "die Natur erkunden wollen", woraufhin Jasper gleich halb fragend halb feststellend sagte: "WANDERN!!?" und Julian sein schon bekanntes "Och nöööö" äußerte. Mit der Aussicht, dass es aber vielleicht unsere letzte Wanderung sein könnte und wir zu einem Naturpool in den Regenwald wollen, kamen am Ende doch alle mit. Wir folgten getreu den Markierungen eines dicht bewaldeten Pfades, bis wir uns alle einig waren, dass der Naturpool schon längst hätte kommen müssen. Also wieder zurück von Stein zu Stein über das Flüsschen, an kleinen Steilhängen und dichten Fahnen vorbei. Julian genoss den Luxus getragen zu werden, da viele der Pflanzen am Wegrand ungünstige Höhen für seine Größe hatten und unterhielt uns dafür umsomehr. Auf dem Rückweg fanden wir dann auch gleich zwei Bademöglichkeiten und Jasper ließ es sich beide Male nicht nehmen, im kalten Wasser ausgiebig zu schwimmen. Eine eigene Hütte bedeutet wie immer Abdomen-Übung per iPad App (oder wie Juli sagt: "die Dummenübung ist die Bauchmuskelübung"). Morgen geht es früh raus, da wir zum Hot Water Beach wollen. Dabei werden wir immer wieder das Wetter beobachten, da ein Zyklon auf dem Weg nach NZ ist, der uns spätestens ab morgen Nachmittag und am 15.3. sehr viel Wind bringen wird.

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12.03.14 Thermal Swimming in Waiwera

Mittwoch, 12.03.2014
Highlight heute morgen? Ganz klar: Japers erster Handstand und Rad-Schlagen auf dem Trampolin. Weiter entschieden wir schon gestern Abend, dass die Jungs wieder Mal einen Tag Ruhe verdient haben und fuhren heute in einen Therme nach Waiwera, die ca. 6km vor unserem Zielort Orewa Beach lag. Das etwas in die Jahre gekommene Freibad bot einige nette Dinge, wie Movie Pool (hier konnte man Filme während des Herum-Aalens im 37Grad warmen Wasser schauen), einen Rutsche bei der man seine Badehose verlor und in der man die letzten 10sec keine Luft mehr bekam, da sie so schnell und spritzig war und vor allem bot das Schwimmbad einen ganz flachen Strudelkanal, in dem Julian zu großen Stücken seine Angst vor: "allein mit Schwimmärmeln im Wasser" ablegen konnte. Nach fast 4,5h war es dann auch wirklich genug und wir nahmen mit dem Camper unseren Standort mit Meerblick ein (ein bisschen Luxus muss sein. Das war uns 6$ mehr im Vergleich zu den anderen Standorten wert :-). Allerdings pustete hier der Wind so stark, dass eine romantische Abendstimmung mit Teelichtern zwecklos erschien. Wir suchten ein italienisches Restaurant aus und ich versorgte mich nun auch mit Flipflops (die übrigens in Neuseeland erfunden wurden). Gut gesättigt, mit Wasser in den Ohren, eine Flasche Rotwein im Kopf und der Aussicht, dass wir die übernächste Nacht in einem richtigen Bett schlafen können, geht es nun entspannt zum Schlafen.

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11.03.14 Zwei Wasserfälle und Whangarei

Dienstag, 11.03.2014
Wir fuhren heute nachdem die Jungs noch ein paar Flying Fox-Fahrten hinter sich brachten auf dem Highway 12 und 14 zurück an die Ostküste der schmalen Landzunge nördlich von Auckland. An den Wairau Falls machten wir kurz Stopp mit der Absicht zu wandern, jedoch gab es hier nur einen Zaun direkt an den Wasserfällen. Also fuhren wir gleich weiter nach Whangarei, was wir schon einmal mit Steffen und Jeanette auf der Fahrt nach Pahia kreuzten. Nach unserer Ankommensroutine (Einkauf bei P'n S, Einchecken, Strom anschließen und Umpacken, Wäsche machen und Playground erkunden) "zwangen" wir die Kids zum Mittagsschlaf, denn danach wollten wir uns "bewegen". Inzwischen braucht es schon etwas mehr Überredungskunst, wenn wir eine Wanderung machen wollen und es hilft leider nicht mehr, einfach nur Synonyme zu verwenden. Dennoch, wir wollten wandern und wir mussten uns beeilen, denn wir konnten erst nach 16 Uhr starten. Wir gingen den Hatea Walkway zu den Whangarei Falls und wurden am Zielpunkt von einem toilettesuchenden Jasper vorangezogen. Mehrere einheimische Jungs gingen halsbrecherisch bis an die letzte Kante des Wasserfalls heran und wären vermutlich auch die 26m gesprungen, wenn nicht einige von ihnen doch Bedenken geäußert hätten. Auf dem Rückweg schlug zwischenzeitlich die Stimmung bei unseren Jungs um (vermutlich war dann doch irgendwann die Kraft weg) und ich durfte mir von Jasper wieder alle möglichen "Weltuntergangs-" und "Dahinsiechungsfantasien" vorjammern lassen (Jasper: "Wenn ich jetzt in den Fluß springe, dann verlierst du das Allerwerteste von Dir, dein Kind". Damit meinte er wohl "das Allerwertvollste"). Am Ende erreichten wir aber alle vier und mit guter Laune den Campingplatz, leerten im Nu die M&Ms und ließen uns die Nudeln mit Tomatensoße schmecken.

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10.03.14 Morgenwanderung, Kauri-Bäume und Nachtwanderung

Montag, 10.03.2014
Wir starteten heute ganz früh, da wir unser Frühstück hoch über den Boulders auf einer Plattform einnehmen wollten. Zuvor erkundeten wir mit Stirnlampen die Dragon Cave in dem Naturpark, dessen einzige Übernachtenden wir heute waren. Jasper brachte deutlich seine Enttäuschung zum Ausdruck, da diese Höhle spannend ausschaute, aber nach wenigen Metern im Dunkeln sich schon wieder dem Tageslicht öffnete. Da kann man mal sehen, was zwei Monate Wandern über abwechslungsreiche Berge und die Bootsfahrt durch die Waitomo-Caves so für neue Ansprüche ermöglichen. Am beeindruckendsten war für uns der Nebel, durch den die aufgehende Sonne schien und auch mit welchem Appetit die Jungs am Ziel der Wanderung die Frühstücksbrötchen vertilgten. Nachdem uns unser Gastgeber um 21 Uhr gestern Abend das WiFi abdrehte, versuchten wir auf jedem Berg unsere Geburtstagsgrüße an Johannes loszuwerden. Wir waren dann auf der Weiterfahrt nach Kaihu irgendwann erfolgreich. Auf diesem Weg hielten wir auch im Waipoua Forest und bestaunten den größten, bekannten Kauribaum sowie die Four Sisters. Diese stillen Riesen im Wald wurden Mitte des 19. Jahrhunderts massenweise durch die Europäer abgeholzt und waren beliebte Segelmasten. Einige von diesen Bäumen sind wohl schon über 1200 Jahre alt. Ein kurzer Zwischenstopp und Coastal Walk vorher in Omapere brachte uns wieder wunderschöne Landschaftseindrücke und Euch schöne Bilder. Auf unserem sehr naturnahen Camperpark wurde dann mal wieder meine Fantasie angeregt, für die Jungs zu Hause einen Flying Fox oder zu deutsch eine Seilbahn zu bauen (Auch an dieser Stelle schon mal schöne Grüße an Johannes!!). Mal schauen, ob sich die Jungs hier in den Fluß zum Baden trauen und ob sie die für heute angesetzte Nachtwanderung zur Kiwi-Sichtung geräuschlos durchhalten.

Update: Und ob Jasper sich traut! Er ist gemeinsam mit Schulkindern ganz mutig zweimal mit der Affenschaukel ins tiefe Wasser gesprungen und das, obwohl hier 30-40cm lange Aale ständig auftauchten. Die Jungs waren auch muksmäuschenstill. Dennoch hat sich kein Kiwi bei der 60min Wanderung trotz roter Folie über den Taschenlampen bis 22 Uhr gezeigt. Und nur mit viel Mühe haben wir auch den Erzfeind (das Possum) am Straßenrand umkurvt.

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09.03.14 Benzin im Blut und Natur pur

Sonntag, 09.03.2014
Bevor wir gestern Abend schlafen konnten, mussten wir erst vor den Mücken flüchten und dann 20 von ihnen in unserem Camper zur Strecke bringen. Kaum auszudenken, wie wir heute morgen ohne diesen Amoklauf ausgesehen hätten. Wir verließen Whaituwhiwhi entspannt, da unser heutiges erstes Ziel nicht allzufern lag. Wir kurvten aber zuerst etwas erfolglos durch Ahipara und erreichten dann telefonisch eine Dame vom Adventureveranstalter. Dort mieteten wir zwei Quads und setzten die Jungs vor uns auf den Tank. Juli bekam zwar kurz eine Panikattake, als ich ihn darauf hinwies, dass der Motorblock heiß werden kann, aber eigentlich überwog die Vorfreude. Wir düsten dann teilweise mit 70 und mehr Sachen über den 90 Mile Beach (der eigentlich nur 64 km lang ist), scheuchten allerhand Seevögel hoch und wurden freundlich von jedem Maori am Strand begrüßt, für die das wohl etwas ganz normales zu sein schien. Auf der Rückfahrt wechselten die Jungs die Fahrzeuge und ich ließ für einige Zeit Jasper allein das Quad steuern. Nach einer Stunde gaben wir etwas ausgekühlt aber sehr happy die Fahrzeuge ab. Beim gleichen Veranstalter borgten wir uns noch ein spezielles Boogieboard mit einer glatten Unterfläche und fuhren bis an die äußerste Spitze in privates Maorigebiet. Uns wurde geraten, alle Wertsachen mitzunehmen und so gingen wir 45min mit einem etwas mulmigen Gefühl einen fantastischen Weg entlang der Klippen und dem Meer. Ab und zu überholten uns Geländewagen oder Cross-Motorräder, aber sonst waren wir allein mit der Sonne, dem Meer und den Felsen. Angekommen an der ersten Sanddüne übten wir das Sand Dune Boarding ein bisschen, obwohl es wie Schlittenfahren auf dem Krähenberg ist. Die große Sanddüne danach hatte es dann richtig in sich. Mit viel Kraftanstrengung schafften wir ca. 1/3 des Hanges über den heißen, feinen Sand zu besteigen. Dafür war aber der Rückweg nach unten umso schneller :-) Jasper durfte später noch eine Runde mit einem der einheimischen Jugendlichen auf einer Enduro fahren. Nachdem wir reichlich Sand am Körper verteilt hatten, mussten wir nun rasch die Wanderung zurück antreten, da die Flut schon einsetzte und wir nicht sicher waren, wie gut der Weg dann noch passierbar ist. Aber nach wenigen Metern bot uns einer der Maori an, auf der Ladefläche seines Pick-ups mitzureisen. Das wurde dann ein weiteres Highlight für uns alle. Wir sparten 45min Wanderzeit und vermutlich durch das Sandpeeling auch einen ausgereiften Sonnenbrand, stattdessen wurden wir auf dem felsigen Weg ordentlich durchgerüttelt. Julian versank zurück im Camper sofort in einen tiefen Schlaf, was bei der kurvigen Strecke nach Horeke genau richtig war. Wir wollten ein paar Kilometer der morgigen Strecke schon heute schaffen und fuhren bis zu den Wairere Boulders. Ein schweizer Aussteiger, der mit seiner Frau den Naturpark pflegt, erzählte uns einige Hintergründe zur Geologie und verabschiedete sich von uns. Nun sind wir hier draußen ohne Netz (aber mit Wifi :-) gaaanz allein. Wir wanderten noch einen Teil des morgigen Tracks bis zu einem Naturpool, in dem wir uns komplett entkleidet von allem Sanddünensand befreiten. Nicht die kalte Temperatur des Wassers sondern vor allem seine Farbe (braun bis schwarz) war dabei die größte Herausforderung. Das Wissen, dass die Farbe von den umstehenden Bäumen oder genauer durch das Teebaumöl herstammt, erleichterte das Bad ein wenig. Wir kochten Nudeln und wuschen die Kids mit kaltem Wasser (was entsprechend kommentiert wurde). Nun sind wir gespannt auf die Nacht und die E i n s a m k e i t!

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